
Der Medikamentenhersteller Pfitzer hatte sich diesen Erfolg seines, für Herzpatienten entwickelten, Medikaments nicht träumen lassen. Wollte er doch nur ein weiteres Medikament gegen Bluthochdruck auf den Markt bringe. Vor allem ältere Männer ab dem vierzigsten Lebensjahr wollten nur noch dieses Medikament haben, selbst Männer ohne ersichtlichem Herzproblem beharrten darauf diese kleine blaue Pille einzunehmen. Der Wirkstoff Sildenafil verursachte bei fast 88% der Männer ein besseres Stehvermögen, ein erhöhtes Verlangen nach Sex und ganz wichtig, bei Männern mit diagnostizierter erektiler Dysfunktion einen voll funktionsfähigen Schwellkörper.
Der Hersteller erkannte seine Chance, nahm das Herzmedikament aus der Forschung und machte sich daran ein reines Potenzmittel zu entwickeln. Als Viagra im Jahre 1998 auf den Markt kam, hatte Pfitzer eine Marktlücke entdeckt und die Nische geschlossen.
Doch ist Viagra wirklich die Lösung aller männlichen Erektionsstörungen?
Die Antwort muss ganz klar NEIN heißen.
Nicht jeder Mann, der glaube er leide an Impotenz, die Unterschiede sind in der Medizin gravierend, in der Bevölkerung leider nahtlos ineinander übergehend, sollte auf chemische Potenzmittel zurückgreifen.
Der Grund ist Folgender:
Im Vorfeld einer jeden Medikamenten Einnahme ist die Ursache der Erektionsprobleme durch einen Urologen abzuklären. Der kann, nach eingehender Untersuchung und Anamnese (abklären der Vorgeschichte) abwägen ob ein Potenzmittel sinnvoll ist, die Nebenwirkungen nicht schädlich und keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten eintreten können.
Sind all diese Dinge geklärt, kann Mann mit der Therapie beginnen.
Die Durchschnittsmenge liegt bei 50mg bei einem normal schweren Mann. Erhältlich ist Viagra aber auch in der 25mg Packung und in der 100mg Packung. Die individuelle Dosis ist nachher Erfahrungssache.
Doch wie effizient ist Viagra und wie wirkt diese kleine geilmachende Pille überhaupt?
Studien haben ergeben, dass die Effektivität bei sage und schreibe 82% liegt. Also von 100 Männern sind immerhin 82 Männer von der Wirkung überzeugt.
Die Wirkung tritt innerhalb von einer Stunde ein, mal schneller und mal langsamer, dass kommt ganz auf die Konstitution des Mannes an. Unbestritten ist allerdings die Wirkungsweise von chemischen Potenzmitteln. Jedes Potenzmittel, egal welcher Hauptwirkstoff verwendet wird, gehört in die Gruppe der PDE 5 Hemmer. Zu diesen Wirkstoffen gehören zum Beispiel: Sildenafil – Viagra, Tadalafil – Cialis und Vardenafil – Levitra. Die Wirkung an sich ist einfach erklärt. Die Blutgefäße im Penis sind von Muskeln umgeben, die wiederum dafür sorgen, dass sich die Blutgefäße weiten oder verkleinern. Kommt es zu einer Stimulation so weiten sich die Blutgefäße normalerweise, damit mehr Blut in das Glied einfließen kann, damit es überhaupt zu einer Erektion kommt.
An diesem Vorgang ist ein spezielles Enzym beteiligt, das abgekürzt PDE 5 (Phosphodiesterase 5) heißt. Dieses Enzym bewirkt, dass die Muskulatur erschlafft und der Schwellkörper in sich zusammen fällt. Und genau da setzen diese Medikamente an. Die verhindern dass das PDE 5- Enzym wirken kann. Die Wirkung hält ungefähr 4 Stunden vor.
Wer allerdings dem Irrglauben aufsitzt, eine vierstündige Dauererektion haben zu können, wird leider enttäuscht. Kommt es zu einer Ejakulation, erschlafft der Penis automatisch und braucht seine zeit um wieder seinen Mann zu stehen. Der Abstand wird durch Viagra zwar verkürzt, doch ganz wird die Ruhepause nicht ausbleiben. Und eines seih auch noch zu erwähnen. Wer vorher kein „guter “ Liebhaber war, wird es nicht zwangsläufig durch Viagra oder andere Potenzmittel.